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Alles über das Schweißen und dem Schweißgerät – Wir klären auf

Wichtige und interessante Fakten rund um das Thema Schweißen

Schweißen

Schweißen

Was wäre die Welt ohne Schweißen? Nicht nur in Fachbetrieben kann kaum mehr auf diese Tätigkeit verzichtet werden: Auch der Hobbyhandwerker greift immer wieder zu einem Schweißgerät. Allerdings sollte hier jeder auf das richtige Gerät achten, denn wie der eine oder andere Test beweist, besitzt jede Schweißtechnik ihre Vor- und Nachteile. Logischerweise muss auch das Material beachtet werden, das einen maßgeblichen Einfluss auf das Schweißgerät und die Schweißtechnik nimmt.

Damit auch du sowohl die richtige Schweißtechnik als auch das richtige Schweißgerät findest, möchten wir dich umfassend über dieses interessante Thema informieren. Wir erklären dir in diesem Beitrag sowohl das Schweißen als auch alle Fakten, die hiermit zusammenhängen. Auf weiteren Unterseiten findest du dann detaillierte Informationen.


Eine kleine Geschichte rund ums Schweißen

Wusstest du, dass das Schweißen bereits drei Tausend Jahre vor Christi Geburt entstanden ist? Damals wurde beim Herstellen von – zum Beispiel – Rohrleitungen Feuer und Hammer verwendet. Diese Technik blieb dann auch ein paar Hundert Jahre erhalten.

Erst als dann der Strom erfunden und verfeinert wurde, konnten sich die nachfolgenden Schweißtechniken etablieren:

Gasschmelzverfahren
Lichtbogen-Schweißmethode
WIG-Schweißen
MIG-Schweißen
Elektroschlacke-Verfahren
Plasma-Schweißen
MAG-Schweißen
Ultraschall-/Reibschweißen

Das erste Schweißverfahren war das WIG-Schweißen, das im Jahr 1946 von Russel Meredith erfunden wurde. Aus diesem heraus entwickelten sich alle anderen Techniken.

Natürlich entwickelten sich alle Verfahren mit der Zeit immer weiter. Nur dieser Tatsache ist es zu verdanken, dass es heute ein so umfangreiches Sortiment an Schweißgeräten gibt.


Was bedeutet Schweißen?

An diesem Punkt möchten wir die Frage beantworten, um was es sich beim Schweißen eigentlich handelt. Eine fachmännische Definition, die in der DIN 1910-100 und der EN 14610 verankert wurde, lautet: das unlösbare Verbinden von Bauteilen unter Anwendung von Wärme und/oder Druck mit oder ohne Schweißzusatzwerkstoffe.“

Diese Definition verdeutlicht, dass das Schweißen entweder mit Schweißdraht oder ohne erfolgen kann. Einige Eigenschaften besitzt jedoch jede Technik: Es entsteht eine hohe Hitze, meist ein sehr grelles Licht und umherfliegende Funken können zu Unfällen führen.

Doch wie funktioniert das Schweißen im Detail? Es geschieht entweder mit Gas oder mit Strom. Hierbei wird immer das Werkstück zum Teil geschmolzen, um daraus eine neue Verbindung herzustellen. Oft wird zusätzlich Schweißdraht verwendet, der die Schweißnaht bildet. Schutzgas hat die Funktion, die Naht vor Verunreinigungen und vor Oxidation zu schützen.

Um die Vorgehensweise beim Schweißen zu verdeutlichen, möchten wir das Löten gegenüber stellen: Beim Löten wird das Werkstück nur leicht erhitzt (Temperatur zwischen 300 und knapp unter 1000 Grad Celsius), während beim Schweißen das Material so erhitzt wird, dass es sich verflüssigt. Daher entstehen beim Schweißen Temperaturen von bis zu 3000 Grad Celsius. Beim Schweißen vermischt sich das geschmolzene Metall, weshalb es hier zu einer neuen, endgültigen Verbindung kommt. Beim Löten steht die Naht im Vordergrund, die durch den geschmolzenen Lot entsteht. Nur durch die Lötnaht verbinden sich zwei Werkstoffe. Beim Schweißen hingegen kann Schweißdraht verwendet werden, muss aber nicht.

Schweißen führt immer zu einer kräftigeren und stabileren Verbindung zwischen zwei Materialien.

Das Tolle am Schweißen stellt jedoch die Tatsache dar, dass du hiermit so gut wie jedes Material schweißen kannst:

Edelstahl
Aluminium

Guss
Titan

Profis erledigen diese Arbeiten so perfekt, dass sich hier kaum eine Schweißnaht bildet, beziehungsweise ist sie kaum zu sehen. Und: Je perfekter das Schweißen ausgeführt wird, umso länger hält die neugewonnene Verbindung zwischen zwei Werkstücken.

Vielleicht läuft dir früher oder später mal der Begriff Welding oder Souder über den Weg. Hierbei handelt es sich um den englischen, beziehungsweise französischen Begriff für Schweißen.


Wig schweißen

Wer darf schweißen?

Schweißer ist ein anerkannter Beruf, der im Rahmen einer Ausbildung erlernt werden kann. Die Vorschriften hierzu finden sich in zwei Verbänden, sodass auch nur Betriebe diese Ausbildung anbieten dürfen, die ein aktives Mitglied darstellen. So können die Fähigkeiten zum professionellen Schweißen in den nachstehenden Unternehmen erworben werden:

  • Lehranstalten des Deutschen Verbandes für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS)
  • Technischer Überwachungsverein (TÜV)

Zusätzlich können berufstätige Personen das Schweißen im Rahmen eines Lehrgangs lernen, die von den Betrieben angeboten werden. Ebenso muss jeder Arbeitgeber zwingend eine Erlaubnis zum Schweißen herausgeben, gebunden an die Person, die Schweißertätigkeiten ausübt. Mit diesen strengen Vorschriften sollen Unfälle vermieden werden. Schließlich entstehen bei dieser Tätigkeit eine enorme Hitze und grelles Licht. Ein weiteres Risiko stellen die Funkensprünge dar, die ohne Weiteres ein in der Nähe liegendes brennbares Material in Sekundenschnelle entflammen können.

Um gesundheitliche Risiken beim Schweißen einzudämmen, muss der Schweißer unbedingt die perfekte Schutzkleidung tragen. Hierzu zählen:
Handschuhe
Schweißerschürze
Schweißschutzschild / Schweißerhelm
eine Schweißerbrille sollten nahestehende Personen tragen, um Verletzungen durch das entstehende UV-Licht zu vermeiden

Natürlich ist es so, dass in privaten Räumen niemand kontrollieren kann, ob du schweißt oder nicht. Du solltest dir jedoch selbst den Gefallen erweisen und diese Arbeiten nur dann ausführen, wenn du ausreichend Erfahrungen sammeln konntest. Das betrifft insbesondere Arbeiten am eigenen Kraftfahrzeug. Hier solltest du eine erhöhte Sicherheit walten  und im Zweifel Arbeiten am Kfz von einem Fachmann ausüben lassen. Natürlich ist der Reiz groß, ein Loch im Auspuff selber zu schweißen. Bedenke aber, dass du hierbei meist über Kopf und ziemlich nah am Tank arbeitest.

Wie gefährlich Schweißtätigkeiten werden können, beweist die Tatsache, dass Druckbehälter nur von ausgebildeten Personen bearbeitet werden dürfen. In diesem Fall muss eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Schweißer vorliegen, eine Fortbildung im Schweißen reicht hier nicht aus.


Welches Gerät für welchen Zweck?

Nun haben wir dir die wichtigsten Fakten zum Schweißen mitgeteilt. Jetzt möchten wir zum praktischen Teil kommen und dir unterschiedliche Geräte vorstellen. Schließlich bist du ja auf unserer Seite gelandet, weil du ein Schweißgerät kaufen möchtest.

MIG-Schweißgerät

Hauptmerkmal bei MIG-Schweißgeräten ist die Zufuhr von Gas und einer Drahtelektrode. Solltest du zu wenig Gas hinzufügen, so wird die Naht brüchig und kann innerlich zum Rosten beginnen. Logisch, dass dann diese Naht keine allzu lange Lebensdauer besitzen wird.

Du möchtest ein solches Schweißgerät kaufen? Dann solltest du darauf achten, ein qualitativ hochwertiges zu erwerben, denn mit diesem könntest du dann auch Punktschweißen.

Viele Modelle bieten auch eine Intervallfunktion an, mit dem sich das Punktschweißen perfektionieren lässt. Ferner eignen sich viele MIG-Schweißgeräte auch für das MAG-Schweißen.

Beim Material kommen hier Stahl, Kupfer, Aluminium und NE-Metalle infrage.

WIG-SChweißgerät

Bei dieser Variante wird kaum Gas benötigt, was gesundheitliche Risiken extrem einschränkt. Zudem entstehen hier kaum Schweißspritzer, weshalb du damit perfekte Schweißnähte bilden kannst. Insbesondere eignet sich hier Aluminium als Werkstück. Das hier in geringen Maßen verwendete Argongas soll eine Oxidation des Werkstückes verhindern.

Schutzgasschweißgerät

Das Schutzgas Schweißgerät wird oft liebevoll als der Alleskönner bezeichnet. Hier benötigst du eine Gasflasche und Schweißdraht. Mit diesem Gerät kannst du jedes Metall in jeder Stärke bearbeiten, weshalb dieses Schweißgerät gerne von Hobbyhandwerkern beim Schweißen von Autoteilen verwendet wird. 

Fülldraht Schweißgerät

Auch dieses Gerät arbeitet mit Gas, der Unterschied besteht jedoch darin, dass du hier keine Gasflasche benötigst. Stattdessen wird das Gas beim Schweißvorgang selbst hergestellt. Um den Schweißdraht kommst du hier nicht herum, allerdings handelt es sich hier um den besonderen Fülldraht.

Elektrodenschweißgerät

Das Elektroden Schweißgerät ist mobil einsetzbar, da du hier auch kein Gas benötigst. Anstelle vom Schweißdraht wird hier eine Elektrode eingesetzt, die abbrennt. Die spezielle Umhüllung der Elektrode schützt die Naht vor einer Oxidation.

Elektroschweißgerät

Bei diesem Gerät benötigst du kein Gas, sondern nur Strom. Beide Werkstücke werden hier mit einer Elektrode verbunden, die im Laufe des Schweißens abbrennt und so eine Naht ergibt. Diese Naht sollte mit einem Hammer bearbeitet werden, damit überschüssige Teile der Elektrode entfernt werden (die sogenannte Schlacke). Somit erhältst du auch hier eine schöne Schweißnaht. Oft wird dieses Verfahren noch als Lichtbogenschweißen bezeichnet.

Autogenschweißgerät

Dieses Gerät wird auch unter dem Begriff Schweißbrenner verkauft. In diesem Fall werden zwei Gasflaschen benötigt. Im Schweißbrenner befinden sich die Brennerdüsen und die Anschlüsse für die Gasflaschen. Mit einfachen Handgriffen lässt sich hier das Gas regulieren. Hier gibt es mehr Informationen zu einem Autogenschweißgerät bzw. Schweißbrenner

Inverter Schweißgerät

Hier ist keine eigenständige Schweißtechnik gemeint. Ein Inverter Schweißgerät wird immer an den Strom angeschlossen und ersetzt somit den Transformator. Es kann für alle oben beschriebenen Schweißgeräte gebaut werden.

Bolzenschweißgeräte

Diese besonderen Schweißgeräte können Bolzen mit einem Werkstück verschweißen. Hierfür ist nicht nur das Gerät, sondern auch eine Bolzschweißpistole nötig. Anhand eines Lichtbogens werden beide Teile miteinander verschweißt.


Zubehör für die Geräte

Schweißelektroden sind ummantelte Metallstäbe, wobei die Umhüllung die nachfolgenden Eigenschaften beziehungsweise Aufgaben besitzt: Es bilden sich Gase, die nicht nur ein Rosten der Schweißnaht verhindern, sondern auch den Lichtbogen stabil halten. Des Weiteren wird hierdurch eine Schlacke gebildet, die Schmutz bindet und die Abkühlung vom Werkstoff beschleunigt. Natürlich gibt es hier erhebliche Unterschiede, wobei Rutil-Elektroden zu bevorzugen sind.

Der Schweißdraht hingegen wird unter anderem beim Schutzgasschweißen erforderlich und bildet die Schweißnaht. Auch diesen gibt es in unterschiedlicher Ausführung und aus unterschiedlichen Materialien. Generell wird der Draht als Meterware verkauft, der auf einer Rolle aufgewickelt wurde. Beim Draht gibt es noch einen wesentlichen Unterschied: Der Massivdraht, der durchgehend aus Metall besteht und der Fülldraht. Letzterer ist hohl und mit einem Mittel gefüllt, das beim Schweißen das nötige Gas bildet.

Der Plasmaschneider ist in der Lage, mit Hilfe vom elektrischen Lichtboden Metalle zu schneiden. Aus diesem Grund eignet sich der Plasmaschneider perfekt als Ergänzung/Zubehör für jedes Schweißgerät. Beim Plasma handelt es sich um ein Gas, das bis zu 30.000 Grad Celsius erreicht.


Welches Schweißgerät passt zu mir?

Schweißen am Auto

Schweißen am Auto

Uns ist klar, dass die oben stehenden Informationen sehr viele, und teilweise auch etwas schwierig zum Durchschauen sind. Wahrscheinlich fragst du dich immer noch, welches Gerät du benötigst? Diese Frage möchten wir dir natürlich auch beantworten.

Du bist Anfänger und hast kaum Erfahrungen im Bereich des Schweißens? Dann käme das Elektroschweißgerät infrage. Dieses arbeitet komplett ohne Gas und reduziert mögliche Gefahren und Risiken.

Du suchst ein Gerät, mit dem du Arbeiten am Auto durchführen kannst? Hier käme entweder das Schutzgas-, das Fülldraht- oder das WIG-Schweißgerät infrage. Experten raten zwar zum Schutzgasschweißgerät, da hier keine Schlacken anfallen und auch dünne Bleche geschweißt werden können. Zum Fülldrahtschweißgerät solltest du greifen, wenn du auch draußen arbeiten möchtest. Das WIG-Schweißen hingegen sollte nur von Profis ausgeführt werden.

Hier eine kleine Auflistung, sortiert nach dem zu schweißenden Material:

 Material Gerät
 Aluminium WIG-Schweißgerät
 Stahl Alle
 Edelstahl Alle
 Guss Schutzgas
 Titan Schutzgas, Reibschweißen
Bitte beachte das dein Werkstück rückstandslos von Öl, Wachs und Lackschichten befreit ist. Sonst kann die Schweißung nicht halten.

Die Stärke vom Werkstoff beachten

Bei der Wahl des perfekten Schweißgerätes musst du unbedingt die Stärke der zu schweißenden Werkstoffe beachten. Das liegt daran, dass du eine höhere Leistung benötigst, wenn du ein dickeres Material bearbeiten möchtest. Diese Tatsache erläutern wir an zwei Beispielen, die verdeutlichen, wie wichtig die einstellbare Stärke am Gerät ist:

Du möchtest Aluminium mit einer Stärke von einem Millimeter schweißen, so reicht dir eine Leistung von 70 Ampere. Beträgt die Dicke jedoch zehn Millimeter, so sollte dein Gerät 310 Ampere besitzen.

Ähnlich verhält es sich bei Stahl: Bei einer Stärke von einem Millimeter brauchst du nur 75 Ampere, bei zehn Millimeter hingegen 340 Ampere.

Grundsätzlich kannst du dir die Frage stellen, ob du mit Gas oder mit Strom arbeiten möchtest. Ein weiteres Kriterium stellt die Handhabung dar: Möchtest du mit Draht arbeiten, der vom Gerät selbstständig nachgelegt wird? Oder lieber mit Elektroden, die du des Öfteren von Hand wechseln musst?

Schweißgerät

Mobil oder nur fester Arbeitsplatz?

Ferner solltest du überlegen, ob du das Schweißgerät nur an einem Ort nutzen möchtest, dieses also fest installierst. Dann kannst du auch ein Gerät wählen, das Starkstrom benötigt. Bei einem mobilen Einsatz solltest du darauf achten, dass ein regulärer Stromanschluss reicht. Oder du entscheidest dich für das Schutzgasschweißen, bei dem kein Strom nötig wird.

In Bezug auf den Arbeitsort solltest du noch beachten, dass sich Gas für draußen nur bedingt eignet. Das Problem könnte der Wind darstellen, der das Gas wegweht, wodurch sich das Ergebnis verschlechtert. Ein Schweißverfahren mit Draht hingegen darf auch im Freien genutzt werden.


Worauf solltest du beim Kauf noch achten?

Uns ist klar, dass du ein günstiges Gerät möchtest, das viel kann. Doch abgesehen hiervon solltest du noch einiges beachten:

Informiere dich über das nötige – oben aufgeführte – Zubehör und welche Folgekosten hierdurch entstehen. An dieser Stelle möchten wir noch einmal erwähnen, dass es Geräte gibt, die mit Elektroden oder mit Schweißdraht arbeiten. Durch einen Vergleich findest du dieses Zubehör zu günstigen Preisen. Welches Zubehör zu den einzelnen Verfahren passt, erläutern wir separat auf unseren weiteren Seiten.

Das Gerät sollte möglichst viele Einstellungen bieten. Dies betrifft insbesondere die Schweißstromstärke. In diesem Bereich sollten viele Einstellungen vorhanden sein. Gleiches gilt für den Drahtvorschub – dieser sollte idealerweise stufenlos einstellbar sein.

Die Leerlaufspannung gibt an, wie schnell du den Lichtbogen zünden kannst. Je höher diese Spannung ist, um so schneller kannst du das Gerät zünden.

Die Einschaltdauer gibt an, wie lange du arbeiten darfst, bevor du eine Pause einlegen musst. Je länger der Arbeitsintervall, umso schneller wirst du mit dem Schweißen fertig.

Logischerweise spielt insbesondere die Sicherheit eine sehr große Rolle. Daher sollte das Gerät nicht nur einen Thermoschutz, sondern auch eine effektive Kühlung besitzen. Nachdem nicht jedes Gerät über eine gleich lange Arbeitsdauer verfügt, ist diese Kühlung sehr wichtig – diese Tatsache wird nicht nur von einem Test bestätigt.


Was du als stolzer Besitzer von einem Schweißgerät wissen solltest

Wir wünschen dir, dass du möglichst bald dein perfektes Schweißgerät findest. Doch damit ist unsere Arbeit noch nicht erledigt. Wir möchten dir natürlich auch erklären, worauf du als Besitzer achten solltest. Dies betrifft hauptsächlich die Wartung vom Gerät.

Jedes Schweißgerät unterliegt den Vorschriften in der  DIN EN 60974-4 VDE 0544-4:2017-05. Diese DIN enthält sowohl die Intervalle zur technischen Überprüfung als auch Bestimmungen im Falle einer Reparatur. Ferner wird in dieser Vorschrift festgehalten, dass die Prüfung von einem Elektrofachmann vorgenommen werden muss. Dieser bedient sich in der Regel geeigneter Prüfgeräte. Das bedeutet jedoch auch, dass jeder Besitzer das Schweißgerät selber prüfen könnte, wenn er über ausreichend Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt.

Schutzkleidung ist wichtig

Ein Schweißhelm ist Pflicht

Ein Schweißhelm ist Pflicht!

An dieser Stelle möchten wir nochmal darauf hinweisen, dass du unbedingt Schutzkleidung tragen solltest. Diese kann günstig erworben werden und bietet dir ein hohes Maß an Sicherheit.

Ebenso muss der Ort, an dem du schweißt, dafür geeignet sein. Das bedeutet im Detail, es sollten sich keine entflammbaren Gegenstände in der Nähe befinden. Stelle auch sicher, dass sich kein unberechtigter Besucher nähert.

Beachte immer, dass du mit starkem Strom hantierst. Die Schweißgeräte arbeiten mit einem Minus- und einem Pluspol, weshalb du auch beim Arbeiten am Auto immer die Batterie abklemmen solltest.

Wechselstrom

Du möchtest Aluminium schweißen? Dann solltest du hier bedenken, dass du beim Einsatz vom WIG-Schweißgerät Wechselstrom benötigst. Gleiches gilt, wenn du Magnesium als Werkstoff hast. Stahl und Edelstahl kannst du beim WIG-Gerät mit Gleichstrom. Das liegt darin begründet, dass nur beim Wechselstrom die Oxidschicht aufgebrochen werden kann, was bei diesen Materialien unumgänglich ist. Auch diese Tatsachen verrät dir der eine oder andere Test.

Manchmal ist es nötig, den Werkstoff vorzuwärmen. Der Sinn dahinter: Ein Vorwärmen des Materials führt zu einem langsameren Abkühlen, wodurch Risse und sogenannte Wärmeeinflusszonen vermieden werden. Somit stellt das Vorwärmen eine Schutzfunktion gegenüber dem Werkstoff dar.


Fazit

Es gibt sowohl Schweißgeräte für Anfänger als auch Schweißgeräte für Profis. Trotz allem solltest du bereits Erfahrungen im Schweißen besitzen, bevor du dir ein Schweißgerät kaufst. Das liegt einfach daran, dass beim Schweißen eine enorm hohe Temperatur und ein grelles Licht entsteht – es bestehen durchaus gesundheitliche Risiken. Das beste Gerät findest du, wenn dir vorher genau überlegst, für welche Situationen du es benötigst.

In Bezug auf die Kosten können wir dir garantieren, dass es günstige Geräte gibt, teilweise im Abverkauf oder als Angebot. Wenn du einen Vergleich mehrerer Geräte vornimmst, so fällt dir sofort auf, welches Gerät sich für welchen Zweck eignet. Hierbei hilft dir auch der eine oder andere Test, der ausführlich über alle Techniken berichtet. Dann wirst auch du bald stolzer Besitzer eines Schweißgerätes sein.